Angekommen!

Über den Wolken, aiaiai...
Über den Wolken, aiaiai...

Hi! Wir sind da! Wow! Und zwar sowas von! So richtig.... in Afrika!

Doch von vorne: Der Flug verlief planmäßig und war einigermaßen erträglich. Beim kurzen Zwischenstopp am „Kilimandscharo Airport“ haben wir dann von unseren beiden Mädels und zwei anderen Freiwilligen, die wir im Flugzeug kennen gelernt hatten verabschiedet. Wir sind gut in Dar es Salaam angekommen und direkt am Flughafen von Florian (einem unserer Vorgänger) empfangen worden. Es standen dann auch schon zwei Taxis bereit, die uns in einem wahnwitzigen Tempo zu unseren bereits reservierten Hotelzimmern brachten. Trinkgeld gibt man hier nicht – auch wenn uns die Fahrt gut gefallen hat. :) (Ausnahme sind tourismusgewohnte Einrichtungen) Wir 5 Jungs wurden dann auf 2 Doppelzimmer und 1 Einzelzimmer aufgeteilt – und jetzt ratet mal wer alleine in einem Stockwerk in einer 2x2m großen Zelle gelandet ist... ;-) Das Moskitonetz hatte mehr Löcher als Netzfläche (ok, übertrieben, aber fast) und war zudem zu klein, sodass ich ohne ein Auge zugetan zu haben um 3 Uhr nachts entschied, den doofen Mücken ohne Netz und doppelten Boden (Wortspiel → lustig) zu trotzen, was mir erstaunlicherweise nur wenige Stiche einbrachte. Gut schlafen konnte ich nun – allerdings nur bis 4 Uhr, weil die Muezzin während des „Ramadhani“ sehr eifrig und laut sind. Um 5 Uhr dann nochmal, weils so schön war und ab 6 krähte dann ein Hahn, gefühlt, direkt neben meinem Ohr.

Nach dem Frühstück in einem Café gings dann richtig los: Bargeld abheben, Trinken, SIM-Karten + Guthaben kaufen, den Hafen besichtigen und dann - an einen Strand gehen, einen Traumstrand mit Kokospalmen und grün schimmerndem Wasser. Ach ja, das Wetter ist hier so bei grob geschätzten 30°C tagsüber, nachts vielleicht 23. Neid ist also durchaus angebracht :-P.

Jedoch muss ich gestehen, dass diesen Umständen (Strand + Sonne) zu verdanken ist, dass bei uns eher ein Urlaubsgefühl entstand, welches uns allerdings sehr gut gefiel. Der Gedanke das Soziale Jahr abzubrechen und doch lieber am Strand zu chillen lag Nahe, wurde jedoch nicht bis zur letzten Konsequenz verfolgt. Naja, vermutlich schon richtig so... ;-) Dort haben Tobi uns ich uns mit zwei gefälschten Massai unterhalten, die gerade italienisch lernten. So ein durcheinander...

 

Abends dann noch bei ein paar Bier auf der Dachterrasse mit Flo uns seiner Familie über dies und das unterhalten. Flo ist uns eine wahnsinnige Hilfe so am Anfang, das Zurechtkommen ganz ohne Vorwissen stelle ich mir schwierig vor.

 

Als Weißer ist man in Dar es Salaam zwar nicht so eine Besonderheit wie wir es in Mbeya sein werden, aber trotzdem gucken einen die Leute anders an. Die afrikanische Gemütlichkeit ist auch hier in der Großstadt zu spüren (z.B. wenn man 1,5 h auf sein Frühstück wartet) und im Straßenverkehr wird vermutlich einfach nur Gas gegeben, weil es mit ein wenig Risiko mehr Spaß macht.

 

Father Sanga ist heute morgen in Mbeya losgefahren und sollte vermutlich heute oder morgen noch ankommen. So genau weiß man das nie, meinte Flo, da auf dem Weg viele Bekannte wohnen, bei denen man gerne mal auf ein Bier vorbeischaut :-) Er kam dann tatsächlich noch gestern Abend an und hat uns in dem chinesischen Restaurant, in dem wir unser „chakula za jioni“ zu uns nahmen getroffen und auch mitgegessen und getrunken. Wir hatten uns gerade überlegt, ob eine respektvolle Begrüßung für Ältere und Ranghöhere angebracht sei („Shikamoo“) oder nicht, als wir uns in seiner Umarmung, unfähig zur Lautäußerung wiederfanden. Irgendwann zwitscherte er dann wieder ab, mit dem versprechen morgen mit uns zum Strand zu gehen (was aber wohl nicht ernst gemeint war, wie Flo später meinte – schade).

 

Jetzt am 4ten Tag ist langsam ein Eingewöhnungseffekt vorstellbar - wenn man in der Stadt Weiße sieht dreht man sich auch schon fast nach ihnen um, weil die schwarze Hautfarbe einfach normal wird...

Jedoch, zwischendurch, wenn man längere Zeit abgelenkt ist (so wie beim Schreiben eines Blogeintrags) und man taucht wieder auf, überwältigt es einen immer wieder, dass man sich jetzt so lange in so einer anderen Welt befindet...

 

Jeder kennt sie, die bekannten TEMbO-Produkte, original made in China
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Puh, das war jetzt doch relativ ausführlich und hoffentlich nicht zu durcheinander. Ich habe das hier jetzt alles auf meinem Netbook geschrieben und werde gleich mal ins Internetcafé gehen um es hochzuladen. Der nächste Blogeintrag wird vermutlich aus Mbeya kommen, wir werden wohl morgen oder übermorgen losfahren. Wie die Verteilung auf die zwei Schule erfolgen wird ist weiterhin unsicher. Micha wird wohl nach Igawilo gehen und Tobi und ich vermutlich nach Wenda.

 

So!Jetzt ist aber mal Schluss!

 

Ciao :-)

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