Der Eisenbahnfriedhof

Moinmoin Mausfans!

 

Sowas kann passieren wenn "Made in China" auf afrikanische Nachlässigkeit trifft.

Beim Aufsteig in Richtung Mbeya löst sich die Kupplung zwischen der Lok und den Waggons. Diese rollen rückwärts den Berg runter, zwei haut es schon auf der Höhe der Saminary School aus den Gleißen (Bild bei Tansania -Mbeya), der Rest rollt weiter durch Mbalizi. Doch man reagiert – die Weichen werden so gestellt, dass der führerlose Zug auf das Notfallgleiß umgeleitet wird. Dieses war nur leider etwas zu kurz...

Doch immerhin wurde so bei diesem Unfall vor 2 Jahren niemand verletzt, auf dem Fußballplatz direkt unterhalb der Gleiße spielte keiner. Die Mühe den Schrott wegzuräumen macht sich hier niemand, warum auch. Kinder spielen darin, Jugendliche treffen sich dort zum Kiffen...

Tobi und ich sind zufällig darauf gestoßen: Wir wollten zur Schule laufen und hatten noch Zeit, um uns ein wenig umzuschauen. Wir nahmen einen Umweg und standen plötzlich vor dieser Stelle. Uns klappte erstmal beiden der Mund auf – die ganze Szenerie wirkte total irreal. Im einen Moment noch durch das ruhige staubige Dorf gelaufen. Im nächsten finden wir uns in einem eingefrorenen, begehbaren Aktionfilm wieder.

Heute bin ich dann nochmal extra hingegangen, um ein paar Bilder für Euch zu machen. Nach einer Weile merkte ich, dass mir jemand folgte. Irgendwann sprach er mich dann auch an und war nicht mehr loszuwerden. Eigentlich ein Schüler wie ich, hatte gerade Ferien, nichts vor und läuft dann einfach mal eine Stunde mit mir durch die Gegend spielt ein wenig Fußball mit mir und ein paar Kids. Ist super freundlich und stellt höfliche Fragen.

Tja, ist er nun ehrlich neugierig und interessiert oder erhofft er sich einfach nur einen Vorteil, indem er mit einem Weißen befreundet ist, will mich eventuell sogar bestehlen? Vermutlich beides. Ich hatte den Bändel meiner Kamera auf jeden Fall immer um mein Handgelenk.

 

Irgendwie doof dieses generelle Misstrauen, aber halt auch notwendig. Ich will nicht erst enttäuscht werden. Ich denke mit ein bisschen Vorsicht, vermeidet man die meisten negativen Erfahrungen ohne die positiven auszuschließen.

 

Was unsere Arbeit angeht gab es nicht viel Fortschritt während der letzen Tage. Wir wurden vorgestern vom Headmaster durch die gesamte Schule geführt, viel ist noch im Bau. Gestern und heute sind wir zu Hause geblieben - Tobi geht es nicht so gut. Dafür haben wir jetzt ein USB-Modem und können so von zu Hause aus ins Internet, ob das so gut ist...

 

Christian dagegen legt schon richtig los. Gestern hat er seine erste Stunde Computerunterricht gegeben. Aber davon soll er berichten :-)

 

Ansonsten hab ich noch die ein oder andere Seite hier aktualisiert und ein paar Bilder reingestellt. Außerdem gibt es jetzt die Rubrik der "Intresting, strange and funny little things about Tanzania", wo ich verschiedene Einzelheiten sammle, die hier einfach irgendwie... anders sind und die man nicht alle in den Berichten erwähnen kann. Die sind auch so schon lang genug ;-)

 

Grüße in die Heimat

 

Pascal

 

 

 

 

 

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