Tansania

Tansania liegt an der Ostküste Afrikas knapp unterhalb des Äquators. Es ist etwa 2,5 mal so groß wie Deutschland, hat dabei aber nur etwa die Hälfte der Einwohner.

Es werden über 100 verschiedene Stammessprachen gesprochen, wobei Kiswahili die offizielle Amtssprache ist und von fast allen Einwohnern zumindest verstanden wird.

1885 kolonialisierte Deutschland weite Teile des Landes. Im damaligen Deutsch-Ostafrika fand zwischen 1905 und 1907 ein gewaltiger Aufstand statt, bei dem ca. 120 000 Afrikaner und 23 Deutsche starben. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm England die Herrschaft und blieb bis zur Unabhängigkeit 1961 Kolonialmacht.

 

Mittlerweile ist der Staat eine Präsidialrepublik mit Präsident und Regierungschef. Der Staatspräsident wird alle fünf Jahre in geheimen Wahlen gewählt und bestimmt im Wesentlichen die Politik. Er ist es, der den Premierminister und alle anderen Minister des Kabinetts ernennt.

Trotz dem in der Verfassung gewährten Mehrparteiensystem kommt den Oppositionsparteien nur eine untergeordnete Rolle zu, da die Regierungspartei CCM (Chama Cha Mapinduzi, Suaheli für Partei der Revolution) regelmäßig hohe Mehrheiten bei Wahlen erzielt. Allein in Sansibar ist mit der CUF, Civil United Front, eine starke Oppositionspartei vorhanden.

Sansibar besitzt immer noch eine gewisse Unabhängigkeit und hat ein eigenes Parlament, eine eigene Regierung sowie einen eigenen Präsidenten.

 

In Tansania ist das Christentum gerade im Inland sehr weit verbreitet, etwa 30 Prozent der Gesamtbevölkerung gehören dieser Glaubensrichtung an. Des Weiteren gibt es ca. 35 Prozent Muslime, 35 Prozent mit traditionell-einheimischen Glaubensrichtungen. Auf Sansibar leben zu 99 Prozent muslimische Bevölkerungsteile. Eine Staatsreligion gibt es in Tansania nicht.