Mbeya Juvenile Orphans Christian Education Center Ministries

Wer?

 

Hinter diesem etwas unübersichtlichen Namen verbergen sich 15 Pastoren aus dem Raum Mbeya, meist aus kleineren Gemeinden, allen voran Emmanuel Mwasunga, einem ehemaligen Lehrer, dessen Engagement das Ministry zu verdanken ist. Die Pastoren sind Anhänger unterschiedlicher Kirchen, so gibt es Baptisten, Katholiken, Lutheraner und Ostergemeinden.

 

 

Was?

 

Unterstützt werden primär Waisenkinder, aber auch Witwen und Aidskranke gehören zu der Zielgruppe. Das konkrete Engagement besteht aus Besuchen der Center, bei welchen die Pastoren Geschenke mitbringen. Diese sind in der Regel

 

  • Kleidung
  • Schuhe
  • Gesundheitliche Behandlungen
  • Schuluniformen
  • Schulgebühren

 

Außerdem wird für alle ein besonderes Essen zubereitet und kostenlos verteilt.

 

Das Ganze wird zwar von christlichen Pastoren durchgeführt, genauso willkommen sind jedoch auch Muslimen und Angehörige anderer oder keiner Religion.

 

 

Wo?

 

Im Moment gibt es neun Center in und um Mbeya. Ein Center ist z.B. eine Kirche oder ein öffentliches Gebäude eines Dorfes. Bei einem Besuch kommen alle Bedürftigen, auch aus den Nachbardörfern, dort zusammen.

 

 

Wie?

 

Die Pastoren des Ministrys sammeln Spenden - in ihren Gemeinden und über private Kontakte. Meist geben sie auch etwas von ihrem eigenen Pastorengehalt hinzu.

 

Das Ministry ist zwar staatlich anerkannt, wird aber weder von der Kirche noch von der Regierung direkt unterstützt.

 

 

Wann?

 

Im Moment wird jedes der Center etwa einmal pro Monat, manchmal auch nur alle zwei Monate besucht – es dauert, bis genügend Geld aufgetrieben werden kann.

 

 

Und warum?

 

Die Mission von Emmanuel ist es, denen zu helfen, die sonst niemanden haben. Hier in Tansania hat die Familie eine viel höhere Bedeutung, als bei uns in Deutschland. Man bleibt ihr sein Leben lang verbunden, hilft sich gegenseitig, teilt was man hat. Man könnte es mit einem kleinen Sozialversicherungssystem vergleichen - ein anderes gibt es hier auch fast nicht. Daher haben es solche, denen diese Bindung fehlt besonders schwer.

 

Waisenkindern fehlen die Eltern, wenn sie Glück haben können sie bei Onkel oder Tante in der Familie leben. Diese wird die Kinder zwar aufnehmen, jedoch im Zweifelsfall nicht viel Geld für sie haben. Schulbildung oder auch eine ausreichende (fleischhaltige) Ernährung bleibt durch Geldmangel unerreichbar.

 

Ebenso die Aidskranken: sie werden z.T. wegen Aberglauben aus der Familie verstoßen – denn wirklich über Aids Bescheid weiß keiner und so ist oft eine “Strafe“, deren man sich schuldig gemacht hat.

 

Unter den Witwen sind unter anderem HIV-Positive, die sich nicht outen wollen, aber schon Mann und oft auch Kinder verloren haben. Auch ihnen ist ein Leben nur durch die Wohltätigkeit ihres direkten (nur wenig reicheren) Umfelds möglich.

 

All diese Menschen wollen ein Leben in Würde führen und nicht den anderen in ihrem Dorf eine Belastung sein. Oft sind sie unterernährt, tragen alte Kleidung (und damit ist nicht „alte Kleidung“ im europäischen Maßstab gemeint), können sich im Krankheitsfall keine Behandlung leisten und die Kinder haben kaum eine Chance auf Schulbildung.

 

Was ich besonders toll an diesem Projekt finde ist, dass es neben der materiellen Unterstützung auch darum geht, den Kindern und Erwachsenen ein Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zu geben. Auch sie, die nicht der „normalen Gesellschaft“ angehören, haben in dieser Welt einen Platz, ihnen wird durch das Wirken der Pastoren von Gott geholfen. Man könnte den Missionsgedanken darin sehen und kritisieren, doch in meinen Augen ist es in diesem Fall etwas durchweg Positives von einem Gott zu sprechen, vor dem alle Menschen gleich sind.

Und was kann ich tun?

 

Wenn Sie sich in das Projekt einbringen wollen, es durch eine Spende fördern wollen, nehmen Sie Kontakt zu mir auf. Für schnell Entschlossene: meine Kontoverbindung.

   

Vielen Dank für Ihr Interesse!